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Das Riehl-Kolleg gegen Kinderarbeit und für Nachhaltigkeit

Im Rahmen eines von der damaligen Schülerin Clarissa Bluhm-Cornejo initiierten und von den Lehrern Frau Bosch und Herrn Lange unterstützten Projekts zur Etablierung nachhaltiger Versorgungsmöglichkeiten am Riehl-Kolleg wurde kritisch überprüft, in welchen Bereichen das Riehl bisher von der Ausbeutung von Umwelt, Mitmenschen oder folgender Generationen profitiert. Dabei wurde schnell klar, dass die schnellsten Erfolge im Bereich der „Nervennahrung“ erzielbar sind, die am Schulkiosk von Familie Sigges/Klümper verkauft werden. Die nach wie vor existente Kinderarbeit bei der Erzeugung von Kakao in Ghana und der Elfenbeinküste sowie die Abholzung des Regenwaldes und Vertreibung der indigenen Bevölkerung bei der Produktion von Palmöl in Indonesien bot riesige Verbesserungspotentiale, die vergleichsweise leicht umzusetzen waren.

Als Sofortmaßnahmen wurde das Sortiment des Schulkiosks in Absprache mit Frau Sigges um fair gehandelte und palmölfreie Süßigkeiten erweitert, um den Studierenden und Lehrkräften eine Alternative zu konventionell erzeugten Produkten zu bieten. Diese wurden auf dem letzten Schulfest mit einem kurzen Vortrag und der nachfolgenden Verkostung der neuen Produkte eingeführt. Die Produktproben wurden vom Förderverein bezahlt und es wurde eine Spendenbox aufgestellt, um das Centre for Child Development, ein Hilfsprojekt der Sternsinger gegen Kinderarbeit und –ausbeutung in Ghana, einem der wichtigsten Kakaoanbauländer der Welt, zu unterstützen.

Heute konnte der Förderverein des Riehl-Kollegs „Ganzes Haus e.V.“ eine Spende von über 100,- Euro an das Projekt überweisen, zudem sind die fair gehandelten und nachhaltigen Alternativen am Schulkiosk etabliert und erfreuen sich großer Beliebtheit.